18 Dec

Veröffentlichung “Standardisierung und unternehmensspezifische Varianten – Wie groß sind die Unterschiede wirklich?”

Die Komplex-e-Projektmitarbeiter Daniel NeußProf. Dr. Axel Winkelmann sowie Samuel Pfister veröffentlichten im Fachmagazin HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik Ihre Erkenntnisse zur Variabilität von standardisierten elektronischen Rechnungen.

Für den Austausch von elektronischen Geschäftsbelegen sind bekanntermaßen Standards entwickelt worden, die seit Jahren zwischen Unternehmen eingesetzt werden. Bei der wissenschaftlich dokumentierten Einführung dieser Formate hat sich jedoch gezeigt, dass diese, trotz teilweise jahrelanger Weiterentwicklung, in der Praxis nicht so verwendet werden, wie sie zuvor definiert wurden. Durch die vergleichende Untersuchung der Standarddefinitionen und -versionen, unternehmensspezifischen Guidelines und den real eingesetzten Nachrichten konnten Dialekte identifiziert werden, die standardkonforme und nonkonforme Abweichungen enthalten. Dazu wurden vier Unternehmensguidelines und 307 Rechnungen analysiert und die Abweichungen dokumentiert. Hier wurde aufgezeigt, dass es sowohl unternehmensübergreifende, als auch unternehmensinterne Anpassungen gibt und dass diese teilweise bis zu ca. 50 % von der Definition abweichen. Diese Individualisierungen erschweren die Einführung der entsprechenden Standards und erhöhen die Komplexität für die Unternehmen. Durch die Strukturierung und Analyse der Diskrepanzen können Empfehlungen für die Einführung und Weiterentwicklung von Standards gegeben werden.

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