Referenzmodellierung

Die Komplexität der Einführung von eStandards wird maßgeblich durch die Integrationszusammenhänge einzelner Objekte innerhalb der informationsverarbeitenden Systeme beeinflusst. Zur konsistenten Approximation dieser Komplexität in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), bedarf es insbesondere der Berücksichtigung und Analyse von Informationswirkungszusammenhängen sowie von Abhängigkeitsbeziehungen der Informationsobjekte in den entsprechenden KMU-ERP-Systemen.

Die Umsetzung basiert dabei auf der Abbildung dieser Zusammenhänge in einem branchen- und systemübergreifenden repräsentativen Referenzmodell. Als Ausgangspunkt der Referenzmodellierung werden die Varianten betriebswirtschaftlich elementarer Geschäftsprozesse aus den KMU-ERP-Systemen Sage Office Line, Canias ERP und Microsoft Dynamics NAV verwendet. Die Referenzmodellerstellung basiert dabei auf modernsten State-of-the-Art-Entwicklungsmethoden und wird durch eine kontinuierliche prozessbegleitende Qualitätssicherung optimiert.

Neben der Abbildung von Integrationswirkungszusammenhängen dient das Referenzmodell als Aufsatzpunkt für die Implementierung von eStandard-Use-Cases in einem prototypischen Software-Tool zur exemplarischen Bestimmung der Komplexität einer E-Standard-Einführung oder –Änderung.

Referenzmodellierung

Abbildung: Arbeitsschritte des Teilprojekts Referenzmodellierung

Das Projekt der Referenzmodellierung lässt sich grobgranular in drei Arbeitsschritte aufteilen. Im ersten Schritt werden die vorhandenen Methoden zur Referenzmodellerstellung theoretisch analysiert und anwendungsorientiert gegenübergestellt. Dieser Arbeitsschritt zielt darauf ab, eine kontextabhängige Katalogisierung von Referenzmodellierungsmethoden zu generieren und insbesondere konkrete Handlungsalternativen bei der Methodenselektion zur Verfügung zu stellen.

Auf Basis der Katalogisierung, werden im zweiten Arbeitsschritt Möglichkeiten zur automatisierten Umsetzung der explizierten Methoden gesucht oder entwickelt, welche im Anschluss als Grundlage für die Zusammenführung der Geschäftsprozessvarianten verwendet werden. Das Referenzmodell dient als repräsentative und verallgemeinerte Abbildung der zu untersuchenden Prozessvarianten und ermöglicht eine system- und branchenunabhängige Analyse der vorliegenden Integrationswirkungszusammenhänge.

Der dritte Arbeitsschritt dient der Auswertung der Zusammenhänge sowie der qualitätssichernden Vorbereitung zur finalen Implementierung des Referenzmodells in eine prototypische Software.