Problematik

Gegenstand des Forschungsprojektes ist die interdisziplinäre Untersuchung von Integrationswirkungszusammenhängen in ERP-Systemen, die KMU auf Grund einer enormen Vernetzung von Informationsobjekten und der daraus resultierenden Komplexität der Systeme bei eStandard-Einführungen vor schwer lösbare Kosten- und Aufwandsplanungsaufgaben stellt.

Das Forschungsprojekt verfolgt daher das Ziel, diese verborgene Systemkomplexität durch die Analyse der Integrationswirkungszusammenhänge offenzulegen. Damit wird ein Instrument geschaffen, dass es insbesondere KMU ermöglicht, eStandard-Einführungen besser zu planen und in letzter Konsequenz auch häufiger und ohne Risiko durchzuführen.

Unter anderem wird somit auch die generelle IT-Situation von KMU in Deutschland verbessert, die vor allem bezüglich eStandards geringe Nutzungsraten aufweist und somit eine unternehmensübergreifende, standardisierte und effiziente Abwicklung von Geschäftsprozessen vorantreibt.

Darauf aufbauend werden für das Forschungsprojekt Komplex-e die folgenden Forschungsfragen formuliert:

  1. In welchem unmittelbaren und mittelbaren integrativen Wirkungszusammenhang stehen betriebswirtschaftliche Informationsobjekte im Rahmen der eStandard-Einführung?
  2. Wie muss ein Modell zur analytischen Darstellung der Integrationswirkung von
    Informationsobjekten im Rahmen der eStandard-Einführung gestaltet
    werden?
  3. Wie kann eine technische Realisierung der Integrationswirkungsanalyse im
    Rahmen der eStandard-Einführung implementiert werden?

Damit dient dieses Forschungsprojekt der Erlangung sowohl praktischer als auch theoretischer Erkenntnisse. Einerseits gilt es, die relevanten Informationsobjekte und deren Integrationswirkung in KMU-Informationssystemen branchenübergreifend zu identifizieren. Weiterhin wird erarbeitet, wie diese Integrationswirkungen softwareübergreifend in einem Referenzmodell abgebildet werden können. 1. und 2. zielen darauf ab, das allumfassende Integrationswirkungsreferenzmodell aufzubauen. 3. betrifft dessen IT-seitige vorwettbewerbliche Implementierung in einem prototypischen Softwaretool.